Durch die Verfügbarkeit neuer Mobilitätsmodelle hat ein Kunde heute mehr Möglichkeiten, mobil zu sein, als das vor 10 Jahren der Fall war. Was mit dem Eintritt von Uber als erster digitaler Fahrdienstvermittler begann, hat sich heute zu einer Vielzahl an On-Demand-, Abonnement- und Sharinglösungen entwickelt. Statt „Kaufen oder Leasen“ heißt es für den Kunden heute eine komplexe Abwägung vorzunehmen, ob sich ein eigenes Auto überhaupt noch lohnt.
Um die Komplexität grafisch darzustellen, haben wir uns fünf exemplarische Mobilitätslösungen vorgenommen, und diese anhand ihrer monatlichen Kosten auf die jährliche Fahrleistung aufgetragen. Bei allen Lösungen wurde ein Auto der Kompaktklasse betrachtet, jeweils inklusive aller Kosten (Wertverlust, Wartung, Reparatur, Betriebskosten, Anmeldegebühren, etc.).
Für Menschen in urbanen Räumen, die eine begrenzte Fahrleistung im Jahr haben und gleichzeitig darauf verzichten können, ihr Fahrzeug exklusiv zu nutzen, stellt Carsharing eine attraktive Möglichkeit dar, kostengünstig mobil zu sein. Für diejenigen, bei denen das eigene Auto eine Voraussetzung darstellt haben wir im Folgenden die weiteren Optionen genauer beleuchtet.
Das eigene Auto stellt im Vergleich die teuerste Variante dar. Sie verläuft linear, nimmt bei hohen Laufleistungen aber eine größere Steigung an, was auf den gestiegenen Wartungsbedarf zurückzuführen ist.
Die drei verglichenen Abonnements sind durchweg günstiger angesiedelt, was sich insbesondere durch Skaleneffekte erklären lässt. Die Autos werden in einer Flottenversicherung gesamtheitlich versichert und möglicherweise zu bevorzugten Konditionen vom OEM zur Verfügung gestellt. Diese Vorteile schlagen sich bis zum Kunden durch, der bis zu 100€ pro Monat sparen kann.
Für OEM könnte dieser Markt besonders spannend werden, denn sie haben das Potenzial, die meisten Kosteneinsparungen durch Direktvermietung an den Endkunden zu finden. Herstellung, Reparatur, Wartung, Versicherung und Reifen können kollektiv bestellt bzw. durchgeführt werden. Zusätzlich kann die Planungssicherheit und Kundenbindung erhöht werden. Ob Hersteller verstärkt in diesen Markt eintreten werden, bleibt abzuwarten.
Das Autohaus ist hier direkt betroffen. Zum Einen droht ein Teil des Geschäfts wegzufallen, da der Neuwagenverkauf möglicherweise zunehmend direkt mit den Herstellern oder Abo-Anbietern stattfindet, zum Anderen verbessert sich die Informationslage des Kunden. Das Autohaus muss die Situation des Kunden bestens verstehen und darauf vorbereitet sein.
Beispiele für Möglichkeiten, als Autohaus darauf zu reagieren:
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